Rezensionen:


Willi: Der mit der 25 am Heck

Omnino Verlag Berlin, 1. Auflage 2017

ISBN 978-3-95894-040-6 (Print)
ISBN 978-3-95894-041-3 (E-Book)


Schon äußerlich kommt das Buch gut rüber: außergewöhnliches Format, interessante Titelgestaltung. Wenn man dann zu lesen anfängt, stellt man fest: Der erste Eindruck hat nicht getäuscht! Schnell gewinnt man den sympathischen Willi lieb und nebenbei erfährt man noch viel über solch ein Gefährt, welches man sonst eher nicht beachtet oder vielleicht sogar als störend auf der Straße empfunden hat. Eine nette Idee sind auch die Dialoge zwischen Willi und Friederike, dem Fahrrad. Ein rundum gelungenes Buch!

© Ursula Strüwer, 04.2017 (auf www.amazon.de)



           


Postfach: Katzenhimmel

Mariposa Verlag Berlin, 2013

ISBN 978-3-927708-95-2 (Print)
ISBN 978-3-927708-96-9 (ePub) • ISBN 978-3-927708-97-6 (Mobi)


„Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.”
(Rainer Maria Rilke)


„Elfi war etwas Besonderes, das wusste sie selbst wohl am besten. Sechzehn Jahre lang bereicherte sie das Familienleben, bis sie eines Tages zwischen Kletterrosen und Lavendel­sträuchern im Garten einschlief. Und sie fehlt noch immer. Doch die Erinnerungen bleiben.” (Auszug aus dem Klappentext)

„Ich ertappe mich dabei, dass ich manchmal innehalte, wenn sich in meinem Tagesablauf ein Moment von Leere auftut. So schreibe ich jetzt nach und nach das, was mir von dir einfällt, auf. Ich stelle mir vor, Briefe an dich in den Katzenhimmel zu schicken. Das macht es mir nach deinem Tod ein wenig leichter, den Verlust zu verkraften.” (Seite 14)

* * *

Inhalt und Fazit:

Mit diesem Buch hat die Autorin Cornelia Bera ein wunderbares Andenken geschaffen. In leisen Tönen voller Wehmut, aber auch in spürbarer Dankbarkeit, erzählt die Autorin hier vom Zusammenleben mit ihrer geliebten Katze Elfi. Sehr behutsam führt sie den Leser durch ihre Erinnerungen, und lässt ihn dabei teilhaben an ihrem ganz persönlich erlebten Katzen­glück. Beginnend mit dem ersten eher skeptischen Zusammentreffen vor sechzehn Jahren, bis hin zum traurigen Tag des Abschiedes.

Eigentlich sind es nur Alltagsgeschichten und kleine Anekdoten, wie sie viele Katzenhalter so und ähnlich immer wieder erleben, oder erlebt haben. Doch durch den liebevollen und einfühlsamen Schreibstil ist diese Lektüre bestimmt eine große Freude für alle tierlieben Menschen, und gleichzeitig ein möglicher Trost für denjenigen, der vielleicht ebenfalls schon einen derartigen Verlust erfahren musste. Egal ob Katze, Hund oder andere tierische Weggefährten.

Mit dem ungewöhnlichen Postkartenformat und dem dazu passenden Cover wurde der Buchtitel auch im äußeren Erscheinungsbild sehr ansprechend umgesetzt. Die im Buchinneren vereinzelt eingefügten Fotos schaffen noch mehr Nähe zu der Erzählung der Autorin und lockern außerdem, gemeinsam mit ein paar Illustrationen und Katzenzitaten, das Gelesene sehr schön auf.

In diesem Büchlein wurde ein schwieriges Thema sorgsam in gefühlvolle Worte gefasst. Darüber hinaus war der Buchinhalt für mich eine ganz besondere Liebeserklärung, die auf jeden Fall volle fünf Sterne verdient hat.

„Wer kann nur glauben, dass hinter solchen leuchtenden Augen keine Seele wohnt.”
(Théophile Gautier)


© Liane Marth / LimaKatze, 03.2015



           


Auch ein Haar wirft einen Schatten
und andere Geschichten


trafo Verlagsgruppe Dr. Wolfgang Weist, trafo Literaturverlag, Berlin 2008

ISBN 978-3-89626-377-3


Cornelia Bera überrascht ihre Leser immer wieder mit ihren meisterhaften kleinen Kurz­geschichten, die sie in ihrem idyllischen Reservat am Gorinsee niederschreibt, die immer auch ein Stück Lokalkolorit in sich tragen, eine Portion Kleinigkeit aus ihrem Leben, ihrer Umwelt, die sich beim genauen Betrachten doch auch als die unsere entpuppt. Schon die erste Episode, nach der das ganze Buch benannt ist, offenbart einen Einblick in diese Problematik. Einmal ist es eine echte Kurzgeschichte, die sie schreibt, ein anderes Mal greift die Autorin gern auf geschriebene (?), gelesene oder fiktive Briefe zurück, um das zum Ausdruck zu bringen, worüber sie den Leser zum Nachdenken anregen möchte. Trauriges, Humorvolles und Besinnliches wechseln in den Geschichten einander ab.

Die „short story“ strebt oftmals an, einen meist unscheinbaren, jedoch bedeutsamen Lebensabschnitt, ein manchmal erschütterndes Ereignis zu großer Literatur zu machen. Cornelia Bera beherrscht das Metier der Kurzgeschichte.

© Hanns-Eckard Sternberg, 12.2009