Rezensionen
     
   
     

 

Auch ein Haar wirft einen Schatten

und andere Geschichten

 

trafo Verlagsgruppe Dr. Wolfgang Weist trafo Literaturverlag Berlin 2008,
ISBN 978-3-89626-377-3


Cornelia Bera überrascht ihre Leser immer wieder mit ihren meisterhaften kleinen Kurzgeschichten, die sie in ihrem idyllischen Reservat am Gorinsee niederschreibt, die immer auch ein Stück Lokalkolorit in sich tragen, eine Portion Kleinigkeit aus ihrem Leben, ihrer Umwelt, die sich beim genauen Betrachten doch auch als die unsere entpuppt. Schon die erste Episode, nach der das ganze Buch benannt ist, offenbart einen Einblick in diese Problematik. Einmal ist es eine echte Kurzgeschichte, die sie schreibt, ein anderes Mal greift die Autorin gern auf geschriebene (?), gelesene oder fiktive Briefe zurück, um das zum Ausdruck zu bringen, worüber sie den Leser zum Nachdenken anregen möchte. Trauriges, Humorvolles und Besinnliches wechseln in den Geschichten einander ab.

Die „short story“ strebt oftmals an, einen meist unscheinbaren, jedoch bedeutsamen Lebensabschnitt, ein manchmal erschütterndes Ereignis zu großer Literatur zu machen. Cornelia Bera beherrscht das Metier der Kurzgeschichte.
 

 

© Hanns-Eckard Sternberg 12.2009

 
     
   
     

Rastlos gelebt - aktuell geblieben

 

Cornelia Bera las in der Gedenkstätte Friedrich Wolf über das Leben des Namengebers

LEHNITZ: Cornelia Bera will nichts bewerten - schon gar nicht das Leben von Friedrich Wolf, seinerzeit Dichter, Autor, Arzt und Kommunist. Cornelia Bera will vielmehr Lust machen, Lust darauf, mal wieder ein Gedicht oder eine Fabel von Friedrich Wolf zu lesen. Am Sonnabend erreichte die 48-jährige freie Autorin mit ihrer Lesung in der Friederich Wolf Gedenkstätte ihr Ziel: Die Besucher bekamen Lust auf Erzählungen aus der Feder des Autors, der die letzten, kriegsfreien Jahre seines Lebens, mit seiner Familie in Lehnitz lebte.

"Das Leben warf mich durch die Welt" hat Cornelia Bera ihre Lesung überschrieben, die neben biografischen Daten mit amüsanten, aber auch nachdenklichen Anekdoten aus den Veröffentlichungen Friedrich Wolfs gespickt ist. Vor anderthalb Jahren begann die freie Autorin mit der Recherche in den "authentischen Räumen" im Lehnitzer Wald, in denen Wolf einst selbst politische Erzählungen und Fabeln verfasste.

Wolf, der im ersten Weltkrieg selbst an der Front kämpfte, bis er den Dienst verweigerte und nur wenige Jahre später vor dem Naziregime aus Deutschland fliehen musste, war gebeutelt von seinen Erlebnissen. Dennoch wurde er nicht müde, für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Sein medizinisches Handbuch verfasste er vor allem als Ratgeber und Selbsthilfeanleitung für die Leute mit kleinem Geldbeutel.

"Er hat rastlos gelebt und gearbeitet, ohne sich zu schonen, selbst in Zeiten seiner politischen Gefangenschaft", resümierte Cornelia Bera beeindruckt. Mit schöner Regelmäßigkeit schaffte es Wolf, seine Schriften heimlich aus dem Gefangenenlager zu schmuggeln.

Seine Texte zeugen auch heute noch von fast unheimlicher Aktualität. Denn wer Wolf nur mit "Professor Mamlock" verbindet, der irrt: Auch die "Weihnachtsgans Auguste" und zahlreiche Fabeln hat er verfasst. So soll sich derjenige, der ein brennendes Haus löscht, laut Wolf vorher erkundigen, ob er später etwa die Rechnung für die zerborstenen Fenster zahlen muss. Und der Arbeitslose begeht lieber eine Straftat, als sich Asyl zu suchen. Im Knast lebt es sich besser und ganz nebenbei wird er zum Wohltäter - indem er den vielen Beamten viel Arbeit beschert. Wolf war wohl in jedem Fall ein Mann mit Weitsicht und Gespür für die absurde Realität.

ET: 17.03.2008 (Oranienburg / Leegebruch)
 

 

Quelle: Oranienburger Generalanzeiger

Ausgabe vom 17. März 2008

 
     
   
     

Ach, du liebes „Rumpelkäppchen“!

 

Märchen und Märchenrätsel Cornelia Bera,

Illustriert von Adelheid Christopeit

 

CARE-LINE Verlag, Februar 2006

79 Seiten, Farbig illustr., Paperback, Preis: 19,80 EUR

ISBN: 3937252851

 

Lassen Sie sich ins Märchenland entführen!

In diesem Buch finden alle, die Märchen lieben
oder auch kennen und lieben lernen möchten,

etwas:
Für „Anfänger“ und Märchen-“Neulinge“ gibt es
bekannte Märchen von den Brüdern Grimm
und H. Chr. Andersen.
Für „Kenner“ bietet Cornelia Bera
fantasievolle „Schüttel-Märchen“.

Neben Rumpelkäppchen findet man etwa
eine gestiefelte Kuh, die eine Kapelle
gründen will, oder einen König,

der früher einmal ein Schneider war.
Kommt Ihnen da irgendetwas bekannt vor?

Na, dann können Sie diese Rätsel ja alle lösen!
Ergänzt werden die fantasievollen Märchen
durch zahlreiche weitere Rätsel
aus dem Märchenland.

Und im Anhang finden Sie zusätzlich

noch einige Ausmalbilder.
Nehmen Sie sich Zeit und lassen sich

(und Ihre Kinder) durch diese Märchen verzaubern!

 

 

Quelle: Zeitschrift "Schule heute" 5/2008, Autor: BGB

 
     
   
     

Ausstellung „Im Rausch der Künste“
im Kunstspeicher Friedersdorf an der B 167

 

23. August - 28. September 2008

Karin Parnitzke, Textil in Kunst
Ibérica Quevedo, Pastell und Farbholzschnitt

 

 

Initiatorin der Ausstellung:

Kunst in Veranstaltung
Beate Müller

Die „MOZ“ schrieb am 25. August 2008:
http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Seelow/id/243921