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Hinweis: Alle Fotos © Bera, Privat (sofern nicht anders ausgewiesen)



© Felber
Warm und kalt aus einem Mund
(ein Märchen aus Tirol)

Es war einmal ein armer Mann, der ging an einem Wintermorgen in den Wald, um Holz zu schlagen.

Er besaß keine Handschuhe, und weil ihm die Finger sehr froren, legte er oft seine Axt beiseite und hauchte in die Hände.

Plötzlich stand ein Waldmännlein vor ihm und fragte neugierig: „Wes­halb hauchst du in deine Hände?”

Der Mann erklärte: „Ich bin zu arm, um mir Handschuhe zu kaufen. So erwärme ich die Hände mit dem Hauch aus meinem Mund.”

Das Waldmännlein gab sich damit zufrieden, setzte sich in die Nähe unter eine Tanne und schaute dem Mann beim Holzfällen zu.

Als es Mittag wurde, briet sich der Mann am Lagerfeuer einen Pfannkuchen. Noch immer beobachtete das Waldmännlein den Mann. Er nahm sich vom Feuer den heißen Pfannkuchen und pustete vor dem Abbeißen darauf.

Das wunderte das Waldmännlein und es fragte ihn: „Ist der Pfann­kuchen nicht vom Feuer genug erwärmt, dass du noch dran bläst wie an deine kalten Finger?”

Der Holzfäller lachte und meinte: „Das tue ich doch nur, um den heißen Bissen abzukühlen!”

Das verstand das Waldmännlein nicht und es rief: „Du bist ja ein unheimliches Wesen! Aus deinem Mund kommt bald warm, bald kalt. Bei dir mag ich nicht länger bleiben, oh nein!”

Und augenblicklich verschwand das Waldmännlein.





Ooops, das war leider die letzte Nadel. Ich muss erst neue kaufen.

Verkürzen Sie sich die Wartezeit und schauen Sie sich noch etwas auf der ersten Seite um . . .